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Reiseziele und Berichte

Wohnmobil Urlaub in der Schweiz – worauf du achten musst

By on 25. Dezember 2018

Die Schweiz ist ein in Mitteleuropa gelegenes Alpenland mit einer Gesamtfläche von 41.285 km². Wie der Name “Alpenland” schon sagt ist die Landschaft geprägt von Gebirgs- und Hügelketten, es gibt aber auch eine Vielzahl von Flüssen und Seen.

Im Süden der Schweiz liegen die über 4000 Meter hohen Alpen.

Der Binnenstaat grenzt an Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien und Frankreich und ist ein Einwanderungsland, da es sehr hoch entwickelt ist und es somit viele Menschen ins Land zieht.

Es umfasst deutsche, französische, italienische und rätoromanische Sprachgebiete und das “Schweizerdeutsch” ist weltbekannt.
In Bern liegt der Sitz der Bundesbehörden, eine Hauptstadt gibt es aber de facto nicht.

Amtlich wird die Schweiz auch “Schweizerische Eidgenossenschaft” genannt. Das Land ist in 26 Kantone eingeteilt, hat 8,4 Millionen Einwohner und ist kein Mitglied der EU.

Das politische System basiert auf dem demokratischen, republikanischen und rechtsstaatlichen Prinzip. Es gilt ein sogenanntes Jedermannsrecht, welches aber von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt ist.

Die Schweiz ist berühmt für ihre im Hochgebirge gelegenen Gletscher, Ski- und Wandergebiete, Uhren sowie ihre großartige Lebensqualität, die medizinische Versorgung beispielsweise ist eine der besten der Welt.

Auch das Trinkwasser ist einwandfrei und qualitativ hochwertig. Die Temperatur ist primär abhängig von der Höhenlage, im Norden herrscht aber eher mitteleuropäisches- und im Süden eher mediterranes Klima.

 

Währung in der Schweiz

 

Der Euro wird zwar in einigen touristischen Gebieten angezeigt und angenommen, die offizielle Währung ist in der Schweiz aber der Schweizer Franken (CHF).

Geld wechseln kann man in Schweizer Banken, an Flughäfen, auf Hauptbahnhöfen sowie größeren Hotels, viele verlangen allerdings eine Gebühr für ihren Service.

 

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Was-kostet-eine…Liste:

 

Das Leben in der Schweiz ist teuer. Auch als Tourist auf der Durchreise muss man tief in die Reisebörse greifen.
Hier sind ein paar Preise, auf die man sich einstellen sollte:

 

1 Tasse Kaffee = 4 CHF
1 großes Bier = 8 CHF
1 Dose Getränk 0,33 = 3.80 CHF
1 Wasser 0,33 = 3 CHF
1 Kinokarte = 18 CHF
1 Liter Diesel = 1.7 CHF
1 Pizza = 25 CHF

 

Für eine “á la carte” Hauptspeise zahlt man 20 bis 60 Franken.

Wer nicht selbst im Camper kochen möchte, sollte zu einem Mittagsmenü greifen, da kommt man in der Regel am Günstigsten weg.

 

Tagesbudget für die Schweiz

 

Vorausschauend Reisen ist oberstes Gebot für die Schweiz, oder besser gesagt fürs Reisebörserl, denn ein Low-Budget-Reiseland ist das Banken-Land sicher nicht.

Zum Glück müssen wir Camper Reisende ja nicht für eine Unterkunft zahlen, Hotels jeder Klasse sind nämlich schweineteuer.

Allerdings sind so gut wie alle Stellplätze und Campingplätze (sowieso) kostenpflichtig und oftmals unverschämt teuer und einen gratis Übernachtungsplatz finden ist fast unmöglich.

Genug um den heißen Brei geredet. Unser Tagesbudget für die Schweiz war ungefähr 50€ zu zweit, darin ist Sprit, Verpflegung und Übernachtungsplatz inkludiert.

Ab und an hatten wir Glück und konnten einen gratis Stellplatz finden, allerdings ohne jegliche Annehmlichkeiten.

Mein Tipp: Touristengebiete, Hochsaisonen und große Campingplätze meiden, dafür zahlt man stolze Preise.

Außerdem zahlt es sich wortwörtlich aus, vor der Einreise voll zu tanken sowie einen Essenseinkauf auf einem Markt zu erledigen.

 

Einreise mit dem Wohnmobil

 

Obwohl die Schweiz nicht Teil der EU sowie des Schengen Abkommens ist, hat man es als deutscher oder österreichisches Staatsbürger*in nicht schwer, in die Schweiz einzureisen.

Man benötigt gültige Papiere wie einen Reisepass, einen Personalausweis, der auf jeden Fall für die Reisedauer gültig sein soll, und gegebenenfalls einen Kinderreisepass sowie Ausweis.

Führerschein und Zulassungsschein muss immer mitgeführt werden und wer nicht mit seinem eigenen Camper unterwegs ist, braucht eine gültige Vollmacht.

Wichtig: die grüne Versicherungskarte kann bei Unfällen und Schäden sehr hilfreich sein und sollte unbedingt mitgenommen werden.

Und was gilt für unsere geliebten Vierbeiner?

Herr Hund oder Frau Katze braucht einen EU-Heimtierausweis mit Kennzeichnung durch Mikrochip sowie eine gültige eingetragene Tollwutimpfung.

 

Sprache und Kommunikation in der Schweiz

 

In 19 von 26 Kantonen sprechen die Einheimischen vorwiegend Deutsch bzw. schweizerdeutsche Dialekte. An der Grenze zu Frankreich spricht man französisch, zu Italien italienisch und englisch wird auch häufig und überall im Land gesprochen.

Die rätoromanisch Sprechenden machen den kleinsten Teil der Schweiz aus. Man sieht also, die Schweiz ist sprachlich vielfältig.

Das Schweizerdeutsch hat oftmals die Verkleinerungsform “li” (Rösti, Hündeli) am Ende des Wortes und außerdem Eigenheiten und Wortbildungen, die im Hochdeutschen nicht vorkommen, daher versteht man sie manchmal schwer.

Die Schweizer*innen sind aber zuvorkommend und sprechen so Hochdeutsch wie möglich mit Touristen. Ich hatte nie Probleme mich mit ihnen zu verständigen.

 

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Verkehrsbestimmungen in der Schweiz

 

Wer keine Unsummen an Strafen bezahlen möchte, sollte sich in der Schweiz strikt an die gegebenen Verkehrsregeln halten. Bußgelder werden übrigens von Touristen bzw.

Ausländern vor Ort und Stelle verlangt. Sie sind ähnlich wie in Deutschland und Österreich, allerdings sind die Bußgelder wesentlich höher. Unter 40€ (und Franken) läuft nichts, nicht einmal wenn es ums Parken geht.

Apropos Parken: Bis auf die “Blauen Zonen”, wo man seinen Camper für eine Stunde gratis parken kann, muss man überall mit Gebühren rechnen.

Ein Strafzettel wegen Rasens kann zu einer Haftstrafe und zusätzlicher Geldstrafe führen. Ich möchte nicht wissen, wie viel man zahlen muss, wenn man in der Schweiz schon ab 1 km/h zu schnell fahren 40€ bezahlen muss.

Alkohol am Steuer kostet ab 550€, es gilt 0,5 Promille und 0,1 Promille für Leute, die ihren Führerschein weniger als 3 Jahre besitzen.

Telefonieren am Steuer ist nur mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt, bei einem Verstoß muss man 92€ bezahlen.

 

Hier sind noch weitere Regeln:

 

– bei Staubildung gilt die Rettungsgasse

– Licht am Tag ist ganzjährig für alle Fahrzeuge vorgeschrieben

– Navis mit Radarwarnfunktion sind verboten

– Gespanne dürfen auf dreispurigen Autobahnen nicht die linke Spur benutzen

– es gilt Rechtsverkehr

 

Schlussendlich noch die aktuellen Höchstgeschwindigkeiten im Überblick:

 

Wohnmobile bis 3.5t:

–  außerorts: 80 km/h

– Schnellstraße: 100 km/h

– Autobahn: 120 km/h

Wohnmobile über 3.5t

– außerorts: 80 km/h

– Schnellstraße: 100 km/h

– Autobahn: 100 km/h

 

Autofahren in der Schweiz

 

Ganz allgemein hat die Schweiz ein sehr gut ausgebautes Straßennetz.

Ich bin im Sommer durch die Schweiz gefahren und hab die Gebirgsstraßen (beispielsweise die berühmte Tremolastrasse) genossen, jedoch stelle ich mir einige solcher Straßen sehr gefährlich vor, wenn es Winter ist, denn je höher man oben ist, desto mehr Schnee und Eis findet man.

Ich habe mich bei Einheimischen erkundigt, sie meinten, dass es teilweise Straßensperren gibt, weil die engen Kurven, die schlecht einsehbar sind, viel zu gefährlich für Autofahrer sind.

Pässe, die gesperrt sind, sind mit einem Hinweisschild vor dem Aufstieg gekennzeichnet, Pässe die befahren werden können, sollte man vorsichtshalber nur mit Winterausrüstung nehmen.

Für Nicht-Schweizer geben die Schweizer*innen den Tipp, sich in kälteren Jahreszeiten nicht auf schmalen Gebirgsstraßen aufzuhalten und wenn, an ortskundige Autofahrer zu orientieren.

Bezüglich Gebirgsstraßen, welche es in der Schweiz ja unzählige gibt, sollte man noch folgendes wissen: Der bergab Fahrende muss zurückfahren, wenn das Ausweichen nicht möglich ist und sich der entgegenkommende Fahrer nicht näher bei der Ausweichstelle befindet.

Sollte man mit seinem Wohnmobil einem kleineren PKW entgegenkommen, muss dieser zurückfahren. Es gibt auch “Berg-Poststraßen”, wo Busse immer Vorrang haben.

 
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Campen und Wildcampen in der Schweiz

 

Wie in den meisten Ländern Europas ist das Wildcampen verboten und wird, je nach Kanton bzw. Kantonsregierung kontrolliert und mit Geldbußen bestraft.

Im Kanton Genf beispielsweise gilt absolutes Übernachtungsverbot für Wohnmobile. Freistehen ist sehr kompliziert, insbesondere in den deutschsprachigen Kantons gibt es zahlreiche Campingverbote und sogar Parkverbote für Wohnmobile.

Ich kann aber die App “Park4Night” sehr empfehlen, da man dort auch Picknickplätze oder Waldabschnitte findet, wo schon andere Wohnmobilreisende übernachtet und es für sicher erklärt haben.

Mit der App kann man auch leicht alle anderen Plätze finden und sich den raussuchen, der einem sympathisch ist.

Vor allem in touristischen Gebieten und an den vielen Seen der Schweiz findet man einige Stell- und Campingplätze, aber bis auf sehr wenige Ausnahmen sind alle total überteuert.

Ich habe beispielsweise auf dem Campingplatz “Urmiberg” in Brunnen SZ übernachtet. Dort habe ich mich sehr wohl gefühlt, da es ein kleiner Familienbetrieb ist und man zweit circa 22 CHF bezahlen muss, was für die Schweiz günstig ist.

Den Campingplatz “Gäsi” kann ich auch empfehlen. Dort haben wir über 30 Franken bezahlen müssen, hatten aber den schönen Walensee vor uns, kaum andere Wohnmobile, saubere Sanitäranlagen und einfach Ruhe.

 

Versicherung in der Schweiz

 

Bevor man in die Schweiz einreist, sollte man sich sicher sein, alle seine Versicherungen abgedeckt zu haben.

Die Kfz-Versicherung und die freiwillige Kaskoversicherung muss gültig sein, die grüne Versicherungskarte kann in der Schweiz bei Unfällen sehr nützlich sein, da sich Schadensfälle schneller abwickeln lassen.

Man sollte also sicherstellen, ausreichend versichert zu sein. Das gilt auch für die Krankenversicherung. Sollte man aus irgendeinem Grund nicht ausreichend versichert sein, drohen gerade in der teuren Schweiz hohe Schuldenberge.

 
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Vignette in der Schweiz

 

Die Schweizer Straßen sind allesamt gebührenpflichtig. In diesem Jahr kostet die Vignette für Wohnmobile bis 3.5 Tonnen circa 40 Schweizer Franken.

Sie gilt seit Dezember 2017 und ist bis zum 31.01.19. gültig. Es gibt leider weder Tages- Wochen noch Monatsvignetten. Kauft man sich bei der Einreise an einer grenznahen Tankstelle keine, muss man 200 CHF plus 40 CHF (neue Vignette) Bußgeld bezahlen.

Man darf die Vignette außerdem nicht im Auto liegen haben, sondern muss sie gut sichtbar an der Innenseite der Frontscheibe aufkleben, erst dann gilt sie als Zahlungsnachweis und ist gültig.

Bei einem Höchstzulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3.5 Tonnen muss eine höhere Maut, also Schwerverkehrsabgabe bezahlt werden, die für Reisende auch in Form einer Pauschale entrichtet werden kann.

 

Fazit zum Reisen in die Schweiz

 

Die Schweiz ist für Naturliebhaber wie mich atemberaubend schön. Mich faszinieren die hohen Gletscher, die engen Gebirgsstraßen sind super abenteuerlich und die kleinen “Sätze” (Dörfer) laden zum Träumen ein.

Ich lebe generell minimalistisch und bin kein Fan von überteuerten Dingen, die ich nicht brauche. In der Schweiz war ich deshalb immer wieder überfordert und habe öfters als ich es wollte in meine Reisekasse schauen müssen.

Der Schweiz darf man deshalb aber nicht den Rücken kehren, wenn man etwa eine Woche in diesem Land verbringt und auf seine Ausgaben achtet, kann man eine sehr feine Zeit haben, die Menschen sind total liebenswürdig und haben durch ihr Schweizerdeutsch ganz viel Charme.

Man sieht haufenweise Wanderer und Rucksacktouristen, in den Städten aber tummelt sich auch die High Society der Schweiz. Man bekommt einiges zu sehen, für jeden Geschmack ist was dabei.

Apropos Geschmack: Schaut einen Abend mal nicht so aufs Geld und lasst euch die deftige Küche nicht entgehen!

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