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Wohnmobil Tipps

Bordwerkzeug im Wohnmobil – was ist sinnvoll?

By on 27. Januar 2019

Selbst machen oder machen lassen, ist bei diesem Thema schon mal die Grundsatzfrage.

Aber auch wenn du kein Schrauber bist, empfiehlt es sich, ein paar Dinge dabei zu haben, um wenigstens einen platten Reifen selbst wechseln zu können.

Damit du deinen Camper nicht voll mit Bordwerkzeug packst, wollen wir dir aus unserer Erfahrung erzählen, was sich auf Reisen bewährt hat und was absoluter Quatsch ist.

Die eine oder andere Spielerei wird natürlich auch dabei sein.

 

Der Wagenheber und der Kreuzschlüssel

 

Dies ist Standard und sollte auch nirgends fehlen. Damit kannst du mal schnell die Reifen wechseln, wenn du dir einen Platten einfährst. Ansonsten bist du auf fremde Hilfe angewiesen oder auf den Pannendienst, der im Ausland auch mal ins Geld gehen kann.

Auch ist an dieser Stelle ein Drehmomentschlüssel sicherlich nicht falsch. Werden die Reifenbolzen zu schwach angezogen, besteht das Risiko, dass sich die Schrauben durch die Vibration während der Fahrt lösen. Zu fest angezogen, kann es Schäden an Felge, Bolzen und Innengewinde verursachen.

Beides kann extrem teuer werden. Das Anzugsdrehmoment kann je nach Fahrzeug sehr unterschiedlich sein und fängt bei kleineren Autos bei Aluminiumfelgen schon bei 80 Nm an und hört bei großen Fahrzeugen, wie Jeeps oder auch Bussen bei 200 Nm auf.

Als Richtwert kann ich dir 120 Nm mit auf den Weg geben, am besten ist aber, wenn du in deiner Gebrauchsanweisung nachschaust oder in der Werkstatt deines Vertrauens nachfrägst.

 

Schlüsselsatz und der Ratschenkasten

 

Kleine Reparatur fallen mal schnell an und sei es nur, wenn du nur deinen Luftfilter reinigen solltest, da es diesen Sommer trocken und staubig war. Hier kannst du mit wenigen Handgriffen gleich ein paar Euros sparen, anstatt in die Werkstatt zu gehen. Für kleine Dinge an deinem Camper ist das ein absolutes Muss im Umfang deines Bordwerkzeugs.

 

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Ersatzrad

 

Auch wenn das Ersatzrad in Deutschland keine Pflicht mehr ist, solltest du eins dabei haben. In Ländern wie Spanien oder auch Ungarn, besteht nach wie vor eine Pflicht.

Wird weder ein Ersatzrad noch ein Notrad in deinem Wohnmobil serienmäßig mitgeliefert, solltest du mindestens ein Reparaturset dabei haben. Auch zu bedenken ist, dass wenn du mal einen Platten hast, deine Reifengröße bei der nächsten Reifenbude gar nicht auf Lager sein könnte und bestellt werden muss.

Oder du bist in Marokko abseits der Straßen unterwegs – hier kann es lange dauern, bis dich jemand einlädt und mit in das nächste Dorf nimmt.

 

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Abschleppseil

 

Nicht alle Wege zu den schönen Plätzchen sind befestigte Straßen und es kann schnell passieren, dass du dich mal festfährst. Hab ein Abschleppseil parat und wenn du ihn brauchst, auch den passenden Abschlepphacken für dein Fahrzeug.

So musst du dein Camper nicht irgendwo am Chassis mit einem Seil herausziehen, sondern hast für den Fall der Fälle das passende Equipment aus deinem Bordwerkzeug dabei.

 

Sandbleche und Reifendruckprüfer

 

Hast du vor, weiter wegzufahren, wo es auch viel Sand gibt, lohnt es sich, nicht nur Sandbleche dabei zu haben. Damit du dich auch selbst aus dem Sand retten kannst, wäre das die erste Wahl.

Es müssen dann auch nicht gleich die teuren Alu Sandbleche aus dem Offroad Zubehör Fachhandel sein, es reichen auch schon normale Auffahrtrampen wie man sie für vergleichsweise wenig Geld im Baumarkt findet. Wichtig dabei – vergiss die Schaufel nicht daheim.

Auch Luft ablassen ist im Sand ein guter Tipp, um mehr Auflagefläche für die Reifen zu bekommen. Aber auch hier nicht vergessen, dass die Luft irgendwann wieder in deine Reifen muss, wenn du wieder auf einer befestigten Straße stehst.

 

Starthilfekabel

 

Vielleicht scheust du die Kälte nicht so sehr, wie dein Wohnmobil es tut, aber wenn es mal kälter wird, versagen auch gerne mal die alten Batterien. Tu dir den Gefallen und auch nicht lange bei anderen nach Starthilfekabeln.

Kauf dir passende Kabel und du musst im Fall der Fälle nur noch einen netten Autofahrer finden. Trifft es mal nicht dich, bist du vielleicht die helfende Hand. Aber auch hier aufgepasst – ein Dieselmotor hat einen höheren Startstrom als ein Benziner.

Fährst du ein Dieselfahrzeug, sollte dein Starthilfekabel für Dieselfahrzeuge geeignet sein.

 

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Warnweste, Warndreieck, Verbandskasten

 

Schau nach, ob alles an Bord ist und der Verbandskasten auch nicht abgelaufen ist. Dies ist wohl in jedem Land Pflicht und kann zu ausgedehnten Diskussionen mit der Polizei führen. Spare dir die Zeit und schau einmal im Jahr nach, ob alles da ist und passt. Neben dem bereits angesprochenen Verbandskasten sollten auch Warndreieck sowie eine auffällige Warnweste griffbereit verstaut sein.

 

Öl und Kraftstofffilter

 

Solltest du immer als Ersatz dabei haben. Nicht überall auf der Welt ist die Kraftstoffqualität so gut wie bei uns daheim. Schnell kann der Motor mal ausgehen, weil der Filter total verstopft ist – sogar schon in Rumänien, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Spar dir das langwierige Suchen nach dem passenden Filter und nimm Ersatz mit. So kannst du den Filter gleich austauschen und auch den verschmutzten Kraftstoff bei der nächsten Gelegenheit verdünnen oder komplett tauschen.

 

Öl und Kühlwasser

 

Nimm dir mindestens einen Liter passendes Motoröl mit. Auch hier gilt wie so oft das Gleiche – das passende Öl im Ausland zu finden, kann lange dauern. Und für das Kühlwasser kann ich dir auch einen Liter Konzentrat empfehlen.

So hast du gleich was bei der Hand, falls der Kühler mal mit lecken anfängt oder ein Kühlwasserschlauch platzt.

 

Mit was ich rumfahre

 

Das würde jetzt den Rahmen sprengen. Falls du vorhast, auf unbestimmte Zeit zu reisen, so wie ich das mache, gibt es einiges mehr mitzunehmen. Mit meinem Bordwerkzeug bin ich fast immer in der Lage, mein Wohnmobil selbst komplett durchzureparieren.

Das ist in Zentralasien auch sinnvoll, da man dort nicht nur manchmal an den Fähigkeiten der Mechaniker Zweifel muss, sondern auch an der Ausstattung. Sinn macht es natürlich auch nur, wenn du in der Lage bist, alles selbst zu erledigen.

Aber auch wenn nicht, kann es nicht Schaden, dir ein wenig Fachwissen anzueignen und den Mechanikern in den fernen Ländern auch mal auf die Finger zu schauen.

 

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