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Vanlife

Alleine mit dem Wohnmobil auf Reisen – Ist das nicht gefährlich?

By on 10. Dezember 2018

Immer mehr Paare, Freunde und sogar ganze Familien schließen sich der Wohnmobil-Bewegung an.

Instagram hat über 4 Millionen #Vanlife Hashtags, es wundert also nicht, wieso laufend neue Wohnmobil Reisende das Licht der (Camper) Welt erblicken.

Aber auch immer mehr Alleinreisende Frauen und Männer finden sich in der Camperwelt wieder.

Der heutige Artikel ist den Alleinreisenden gewidmet und jenen, die es gerne mal ausprobieren wollen.

 

Alleine im Wohnmobil: Wieso reist man überhaupt alleine?

 

Es gibt verschiedenste Beweggründe, warum Menschen alleine mit dem Camper auf Reisen fahren. Hier sind ein paar davon.

Manche wollen sich absichtlich von Anderen abkapseln. Sie genießen die alleinige Ruhe, wollen sich zurückziehen, sind Einzelgänger.

Andere haben niemanden zum Reisen gefunden oder haben kurz vor dem Reiseantritt eine Absage erhalten und machen sich somit alleine auf den Weg ins unbekannte Abenteuer.

Wieder andere sind gerade auf dem Weg zu ihren Wohnmobil-Freunden oder zur Familie. Viele finden einfach nicht den richtigen Reisepartner, daher ziehen sie lieber alleine los.

Wie dem auch sei, jeder hat so seine Gründe alleine zu Reisen und das ist auch gut so.

 

Gibt es eine spezielle Gruppe von Menschen, die alleine Reisen?

 

Man kann Alleinreisende nicht in einen Topf werfen. Menschen jeden Alters, jeder Gesellschaftsschicht und jedes Berufes reisen alleine.

Ich kenne ein paar Leute, die immer und überall Gesellschaft brauchen und wollen, die kommen gar nicht auf die Idee alleine einen Kaffee trinken zu gehen, geschweige denn alleine auf Reisen zu gehen. Dagegen ist auch absolut nichts einzuwenden.

Für einige Menschen ist das alleine Sein aber eine nette Abwechslung und da bietet sich eine Reise im Wohnmobil gut an.

Auch ich liebe es alleine neue Gegenden zu erkunden, mit Fremden Reisenden bzw. Wohnmobilisten ins Gespräch zu kommen oder einfach mal gemütlich in ein Restaurant essen zu gehen und danach einen netten Strandspaziergang zu machen.

Mir macht die Tatsache, dass ich es alleine mache nichts aus, ich genieße es in vollen Zügen.

Ich war schon immer ein kleiner Einsiedlerkrebs, bin aber trotzdem auch sehr gerne unter Menschen.

In meinem orangenen T4 cruise ich auf Europas Landstraßen herum, bleibe an Seen stehen, koche mir ein leckeres Essen und dabei geht es mir meistens sehr gut, ich empfinde ein Gefühl der Freude und Freiheit. Meistens.

 

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Alleine Reisen kann auch unschön sein

 

Gerade auf Social Media werden täglich mehr und mehr Bilder und Videos von perfekten Orten oder Momenten gepostet. Das ist auch alles schön und gut, aber es ist nun mal nicht immer alles eitle Wonne.

Kein Mensch ist immer gut gelaunt, hat immer Spaß und schätzt zu jeder Zeit sein Dasein. Negative Gedanken, Depression oder einfach mal ein paar schlechte Tage sind doch ganz normal, oder?

Als Wohnmobil Alleinfahrer*in sind negative Gefühle mal hier mal da einfach der Fall, jeder wird damit konfrontiert und das sollte auch als das Normalste der Welt gesehen werden. Keiner ist davor gefeit.

Ein gutes Buch, entspannende Musik oder ein langes Telefonat mit einem guten Freund helfen ganz gut gegen solche Momente.

Es passiert nicht häufig, aber manchmal überkommt mich persönlich auch das unangenehme Gefühl der Einsamkeit, der Traurigkeit oder auch der Langeweile.

Da hilft es mir, meine Liebsten anzurufen, am Laptop an einem neuen Artikel zu arbeiten oder mich in eine Serie zu vertiefen.

Oft hilft es auch, dass man sich wieder ins Gedächtnis ruft, was man hier eigentlich genau macht. In diesem Moment. Denn man ist ja schließlich frei.

Man ist auf Reisen und kann tun und lassen was man möchte.

 

Dein Wohnmobil ist dein Zuhause – lerne es gut kennen

 

Manchmal, vor allem wenn man alleine reist, wird man mit schwierigen Aufgaben wärend so einer Wohnmobil Reise konfrontiert und hätte gerne einen Reisepartner dabei der als Unterstützung dient.

Problemchen wie ein Leck muss man als Alleinreisender nun mal selbst hinbiegen, weil es sonst hinein regnen könnte. Man hat einen Platten mitten in der Pampa?

Klar hätte man da gerne jemand zweiten, der mit anpackt, aber auch damit muss man rechnen.

Lernt man sein Wohnmobil aber genau kennen, hat man es gleich viel leichter.

Die Scheu alleine zu reisen ist für manche vielleicht groß, aber man wächst durch solche Erfahrungen auch.

 

Alleine reisen im Wohnmobil – Erlebnisse, die dir keiner nehmen kann

 

Aber wenden wir uns jetzt mal den wirklichen coolen Dingen am alleine Reisen im Wohnmobil zu, denn davon gibt es haufenweise!

Zeit. Zeit für sich selbst zu haben ist ein mega Plus. Man kann sich ganz auf sich und seine Prioritäten konzentrieren, ohne wenn und aber und ohne auf die Bedürfnisse anderer eingehen zu müssen.

Die Zeit, die man für seine Seelensorge und Selbstfindung hat kann dir keiner nehmen und das ist wirklich Gold wert!

Eigene Entscheidungen. Man kann solange man will am Strand liegen, sooft man will im Wohnmobil hocken und so viel man will herumfahren.

Jedes noch so kleine Dörfchen kann in Ruhe ausgecheckt werden. Man lernt schneller Menschen kennen.

Ich habe super liebe Menschen kennengelernt, mit denen ich bis heute guten Kontakt habe.

Einer von ihnen hat mir sogar eine gratis Kitesurf Stunde gegeben. Wäre ich zu zweit unterwegs gewesen, wäre das glaube ich nicht passiert.

Man man schneller neue Bekanntschaften als wenn man mit jemandem unterwegs ist, denn das bedeutet irgendwie ja auch eine gewisse Abkoppelung von der Außenwelt.

 
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Alleine Reisen (als Frau) in Europa – Sorgen, Ängste und wieso man es einfach tun sollte

 

Jedesmal, wenn ich Frauen alleine im Wohnmobil unterwegs sehe, bewundere ich sie. Ich denke dabei aber nicht “Oh eine Frau alleine im Wohnmobil, die muss Eier haben!”

Ich denke mir einfach nur “Toll. Coole Frau”. Dasselbe denke ich mir übrigens auch, wenn ich einen Typen alleine in seinem Wohnmobil reisen sehe.

Viele Leute wenden sich einfach zu schnell den negativsten Eventualitäten zu und denken gar nicht darüber nach, wie wenig man das hören möchte.

Besonders meine Großeltern haben sich große Sorgen gemacht. Der lustigste Kommentar von ihnen war “Schau, da hast du Geld für Pfefferspray, der beschützt dich ein bisschen” – Das Geld habe ich noch, das Pfefferspray habe ich gar nicht erst besorgt.

Ja, ich weiß, ihr macht euch Sorgen und die Welt ist manchmal kein schöner Ort, aber ich bin nicht auf der Nudelsuppe daher geschwommen (österr. Sprichwort) und komme mit meinen 27 Jahren ganz gut alleine klar.

Auch im Camper. Auch in einem anderen Land. Und seien wir mal ehrlich: Es ist nicht mal halb so gefährlich in Europa alleine zu Reisen als beispielsweise in Indien. Besonders als Frau.

Diesen Trip würde ich nicht alleine machen wollen und würde es auch niemandem empfehlen.

Alleinreisende Frauen in Europa sind heutzutage ganz normal. Und das ist gut so.

Ich feiere jede(n) die/der allen Negativitäten zum Trotz sein Wohnmobil schnappt und damit eine spannende Reise antritt.

Ich persönlich meditiere fast täglich und balanciere ganz gut durch mein Leben. Wenn ich mir aber all diese Kommentare voll von Sorgen von Anderen anhöre, komme ich ins Wanken.

Da bin ich ganz ehrlich mit euch. Manche Leute juckt das nicht im Geringsten, manche lassen sich so beeinflussen, dass sie die Reise sogar gleich sein lassen. Was mich betrifft – ich werde nervös und denke über jede einzelne Meinung nach.

Ich lasse mich allerdings sicherlich nicht davon abbringen, Erfahrungen und Abenteuer als Alleinreisende Frau zu erleben, denn ich weiß, das Wichtigste ist, dass ich selbst keine Angst habe.

Und ich habe keine Angst.

 
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Was dir helfen kann, die Sorgen anderer (und deine eigenen natürlich) mit Leichtigkeit zu überwinden:

 

Bevor du dich auf die Socken machst, hilft es dir sicherlich, dich erst mal ordentlich darüber zu erkundigen, wie andere Leute alleine im Camper reisen und wie es ihnen dabei geht.

Wichtig: vergleiche dich nicht. Jeder ist individuell und reagiert auf verschiedene Situationen und Gegebenheiten unterschiedlich
höre dir selbst mit Achtsamkeit zu.

Nur du selbst kennst deine Gedanken, Ängste und Träume wirklich. Fühlst du dich jedes mal, wenn du ans alleine Reisen denkst total schrecklich und unsicher?

Könnte sein, dass du noch nicht so weit bist. Mach eine kleine Ausfahrt, schlaf ein paar Nächte alleine am nächstgelegenen Campingplatz oder Stellplatz und beobachte, wie es dir dabei geht.

Überstürze erst mal nichts. Immer schön locker bleiben. Führe ein Wohnmobil Reisetagebuch. Schreibe jeden Tag, oder wann auch immer dir danach ist, auf, was dir heute besonders gefallen hat, wie du mit jener Situation umgegangen bist und was du erlebt hast.

Schreibe stets positiv, danke dir selbst und hab Spaß dabei. Höre auf dein Bauchgefühl. Wenn du an einem Ort bist, der dir nicht geheuer ist, fahr lieber weiter.

Wenn die fremde Person, die dir ein Getränk anbietet merkwürdig wirkt, lehne es ab und fahr weiter. Du kannst jederzeit überall hin und bist frei.

Die Menschen sind gut. So gut wie alle Menschen die dir begegnen werden, sind gute Menschen. Geh auf sie zu und scheu dich nicht, neue Bekanntschaften zu machen.

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Ein bisschen Mut, ein bisschen Verstand und viel Lust am Reisen

 

Vor ein paar Jahren noch wäre ich glaube ich noch nicht so weit gewesen, alleine mit dem Camper zu reisen und mich dabei sicher zu fühlen.

Es bedarf an viel Selbstkenntnis, Eigenverantwortung sowie Vertrauen an alles Rund um dich.

Was aber wiederum nicht heißt, jedem Menschen deine Camper-Schlüssel in die Hände zu drücken um ihnen eine Ausfahrt in deinem Camper zu gönnen während du in deiner Hängematte ein Nickerchen machst.

Hirn und Verstand sollte schon jederzeit eingeschaltet sein. Menschenkenntnisse sind wichtig, zudem ist eine gesunde Portion an Vorsicht und sogar Misstrauen nicht verkehrt.

Ich persönlich gehe mit meinen Ängsten mittlerweile meistens ganz gelassen um. Wenn ich meine Ängste in Worte fassen kann, ist das schon die halbe Miete. Dann helfen positive Gedanken und Vorfreude für kommende Ereignisse oder Ziele.

 

Jeder hat mehr oder weniger Ängste und Unsicherheiten.

 

So auch ich. Ich mache mir allerdings keine Sorgen über einen Raubüberfall oder gar Schlimmeres, ich mache mir mehr Gedanken über einen platten Reifen oder wie ich lästige Mücken fernhalten kann.

Und da ich einen leichten Schlaf habe, kann es passieren, dass ich mitten in der Nacht aufwache und dann phantasiere ich nun mal manchmal blödes Zeug (auf allen vieren laufende Zombies, die mich auffressen wollen oder sowas) und bekomme Angst.

Das ist jedes mal total beknackt und deshalb gleichzeitig ermüdend, also schlafe ich wieder ein.

Den Tipp, den ich dir schlussendlich noch mitgeben kann ist: Freue dich des Lebens – du bist eine coole Socke und bist alleine mit dem Camper auf Reisen!

 
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