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Reiseziele und Berichte

Mongolei mit dem Wohnmobil – Freiheit pur erleben

By on 28. August 2019

Die Mongolei mit dem Wohnmobil ist der Inbegriff der Freiheit. Gerade mal drei Millionen Einwohner auf 1,5 Millionen Quadratkilometer. Heißt so gut wie – raus aus der Stadt, rein in die Weite der Natur.

 

Einreisebestimmungen:
Die Einreise ist mit Reisepass oder Personalausweis möglich

Visapflicht:
Deutsche Staatsbürger benötigen für einen Aufenthalt für 30 Tage kein Visum.

KFZ Versicherung:
Ist Pflicht und kann nach der Grenze erworben werden

 

Allgemeine Infos zu der Mongolei mit dem Wohnmobil

 

Die Mongolei wurde schon 1206 von Dschingis Kahn gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Reich größer und auch wieder kleiner.

Mitte der Zwanziger Jahre gelang es einer sowjetischen Marionettenregierung die Volksrepublik Mongolei zu übernehmen. Damit machte die Mongolei sich von der Sowjetunion abhängig.

Im Zuge des Zusammenbruchs der Sowjetunion 1989 beschloss die Mongolei friedlich zu einem Demokratisch-Parlamentarischen Staatssystem zu wechseln. Das gelang dem Staat auch 1992 mit der Annahme einer neuen Verfassung und dem Ende des kommunistischen Systems.

 

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Die Natur in der Mongolei mit dem Wohnmobil

 

Die Mongolei ist vor allem eins: weit. Im Süden findest du die große Wüste Gobi. Eine karge Steinwüste, welche nicht viel Ähnlichkeit mit einer klassischen Sandwüste hat.

 
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Trotzdem ist auch die Gobi Wüste mit ihren Kamelen interessant zu erkunden. Hingegen dazu hast du im Norden noch satte Wälder, welche du sonst kaum im Land findest.

Weite Steppen durchziehen die größten Teile der Mongolei. Trotzdem ist die Natur in der Mongolei mit ihrer Wüste und Steppe abwechslungsreich, da es auch Seen und Flüsse unsere Wege kreuzen.

 
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Das Klima in der Mongolei mit dem Wohnmobil

 

In der Mongolei herrscht ein kontinentales Klima. Dies wird vorwiegend durch Sibirien im Norden und die Wüste Gobi im Süden beherrscht. So sind im Winter Temperaturen bis -50 Grad keine Seltenheit.

Der Sommer hingegen ist trocken und heiß. So sind die mittleren Tagestemperaturen im Winter bei -25 Grad und im Sommer bei +20 Grad.

Auch wird die Mongolei, welche sehr niederschlagsarm ist, als Land des blauen Himmels bezeichnet. Hauptsächlich im Juli bis September gibt es vereinzelt Regenfälle.

 

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Sprache und Kommunikation in der Mongolei mit dem Wohnmobil

 

Erstaunlicherweise sprechen die Mongolen kein Russisch. Im Land wird Mongolisch gesprochen und du wirst öfter englisch finden als in den anderen Ländern Zentralasiens.

Aber auf dem Land und das ist der Großteil der Mongolei, wirst du nur selten Erfolg mit Englisch haben. Hier ist eine Verständigung meist nur auf mongolischer Sprache möglich, dann sind Hände und Füße gefragt.

 

Das Visum in der Mongolei mit dem Wohnmobil

 

Als deutscher Staatsbürger darfst du für 30 Tage visafrei einreisen. Verlängern ist nicht mehr möglich und du musst nach den 30 Tagen wieder ausreisen. Hast du vor länger als 30 Tage im Land zu bleiben, musst du ebenfalls ein Visum beantragen.

Deutschland ist mit der 30 Tage Regelung auch eine Ausnahme in der EU. Egal ob Franzose, Schweizer oder Österreicher. Fast alle westeuropäischen Länder außer Deutschland benötigen ein Visum.

Aber auch dies ist kein Problem und kann leicht beantragt werden. Unter HIER findest du alle Infos zu den Kosten und Voraussetzung zu dein Visa.

 

Einreise mit Minderjährigen in die Mongolei mit dem Wohnmobil

 

Minderjährige Kinder müssen bei der Einreise einen gültigen Reisepass vorlegen können. Es gelten die auch die gleichen Visabestimmungen für das jeweilige Land.

Auch Kleinkinder und Babys benötigen ein Visum, wenn es vorgeschrieben ist und können nicht bei der Mutter eingetragen werden.

Reist dein Kind ohne eine sorgeberechtigte Person, so muss es ein notariell beglaubigtes Dokument mit sich führen.

 

Grenzen für Reisen mit deinem Wohnmobil in die Mongolei

 

Normalerweise landen alle Touristen mit dem Flugzeug in der Hauptstadt in Ulan Bator. Für Ausländer gibt es nur drei Ländergrenzen, welche du mit einem Fahrzeug überquert werden kannst.

 

Taschanta – Tsagaannuur zu Russland
Kjachta – Altanbulag zu Russland
Zamyn-Üüd – Eren Hot zu China

 

Beachte dabei, das nicht alle Grenzen 24/7 geöffnet haben. Oftmals sind die Grenzen über Nacht oder an Feiertagen geschlossen – oder auch am Sonntag.

Das Grenzgebiet ist auf der russischen Seite für Ausländer ein Sperrgebiet. Dort zu schlafen kann teuer werden. Informiere dich bei der örtlichen Polizei, wo das Sperrgebiet anfängt. Wir hatten da selbst Probleme.

Meist ist dies die letzte größere Stadt vor der Grenze.

 

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Maut in der Mongolei mit dem Wohnmobil

 

Bist du einmal in der Mongolei, wirst du merken, dass der Staat keine Maut verlangen kann für Pisten. So ist es auch fast im ganzen Land. Die Hauptrouten um Ulaanbaatar sehen diesbezüglich aber anders aus.

Hier erreichst du immer mal wieder einen Mautposten, an dem du 30 Cent bis einem Euro bezahlst, damit du durch darfst. Wir haben so in der ganzen Mongolei ca. 10 Euro Maut bezahlt.

 

Fahrregeln in der Mongolei mit dem Wohnmobil

 

Die Mongolei hat gerade mal ca. 10.000 km asphaltierte Straßen, welche rund um die größeren Städte, besonders aber um Ulaanbaatar liegen.

Ansonsten findest du im ganzen Land Schotterpisten bis hin zu schlechten Feldwegen oder auch einfach mal Querfeldein.

Trotzdem gibt es Verkehrsregeln, die du besser einhalten solltest. Ausländische Fahrzeuge werden gerne kontrolliert, wir haben alles als sehr korrekt empfunden.

 

Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Mongolei mit dem Wohnmobil:

 

Innerorts: 60 km/h
Außerorts: 80 km/h

 

Bitte beachte dabei auch die Angaben vor Ort. Das Bierchen trinkst du lieber nach der Fahrt, da auf den Straßen 0,0 Promille vorgeschrieben sind.

In der Mongolei ist eine KFZ-Versicherung Pflicht. Diese kannst du direkt hinter den Landesgrenzen abschließen. Wir konnten in allen möglichen Währungen bezahlen. Wir mussten für unsere Fahrzeuge gerade einmal 35 Euro für zwei Monate bezahlen.

Ob du Verbandskasten und Co. mitführen musst, konnte uns bist dato niemand beantworten. Am besten ist es wohl, das normale Equipment mitzunehmen.

 
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In der Mongolei wirst du viel Piste fahren und davon auch viel schlechte Wege. Bereite dein Fahrzeug darauf vor und check nochmal deine Federn und deine Stoßdämpfer. Auch die Reifen sollten noch Profil haben, da sie gut beansprucht werden.

Nimm dir eine Schaufel und einen guten Bergegurt mit, wenn du mal im weichen Sand stecken bleibst. Auch ein bisschen Werkzeug kann auf jeden Fall nicht schaden.

 
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Tankstellen sind außerhalb von Städten eher rar gesät. Pack dir einen Reservekanister ein. Ein neuer Kraftstofffilter ist eine gute Sache, da die Qualität des Kraftstoffs nicht immer an das Gewohnte von Daheim ran kommt.

Im asiatischen Vergleich sind die Spritkosten in der Mongolei auch ein bisschen höher.

Ein Liter Diesel kostet ca. 80 Cent.

Kurzum gesagt – außerhalb der großen Städte solltest du dich darauf gefasst machen, das Hilfe nur schwer zu organisieren ist und lange dauert. Passiert etwas mit deinem Auto, musst du Zeit haben.

 

Navigation mit dem Wohnmobil in der Mongolei

 

Abseits der Städte und der Hauptverkehrsrouten werden die Pisten dünner und verzweigter. Außerdem wechseln die Pisten oft schon und werden manchmal nur kurz befahren.

Du solltest gutes Kartenmaterial dabei haben und ein Navi dem du vertrauen kannst. Sinnvoll ist es, ein GPS-Gerät, dass dir immer zuverlässig deinen Stadtort anzeigt. Richte dich trotzdem darauf ein, dass du dich auch einmal verfährst, was wiederum dann an den Sprit-Reserven nagt. Die Mongolei ist unserer Meinung nach noch eines der wenigen Länder, in dem man ein GPS-Gerät wirklich nutzen sollte – zumindest Abseits der Straßen.

 

Wohnmobilreise mit dem Hund in die Mongolei

 

Für deinen vierbeinigen Freud benötigst du einen Heimatausweis und eine gültige Mikrochip-Kennzeichnung.

Außerdem musst du im Fall der Fälle eine gültige Tollwutimpfung vorweisen können.

 

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Wissenswertes für Reisen in die Mongolei

 

Die Mongolei ist das Land mit der geringsten Bevölkerungsdichte der Welt. Entsprechend wirst du außerhalb der großen Städte auf wenig Menschen treffen. Trotzdem wirst du durch kleine Dörfer kommen, um dich während deiner Reise durch die Mongolei zu versorgen.

Auch ist es mongolischer Brauch, dass sich die Menschen auf dem Land helfen. Die Tür einer Jurte steht jedem offen und du wirst mit dem Nötigsten versorgt. Hier ist eher die Sprachbarriere hinderlich.

Strapaziere die Gastfreundschaft der Mongolen auch nicht bis zum Ende. Der Großteil der Mongolen lebt in ärmlichen Verhältnissen und versorgt sich weitestgehend selbst.

Ein bisschen Geld für das Nötigste kommt meist von der Verwandtschaft aus Ulaanbaatar oder sogar aus dem Ausland.

 
Wichtige Nummern in der Monngolei:

Polizei: 102
Notarzt: 103
Feuerwehr: 101

 

Campingplätze in der Mongolei mit dem Wohnmobil

 

Campingplätze gibt es faktisch nicht. In den Ballungsgebieten findest du immer mal wieder Hostels, die auch Stellplätze für Wohnmobile haben. Auf dem Land ist freies Stehen kein Problem.

Aber auch hier Vorsicht walten lassen, da du dich schneller fest fährst, auf der Suche nach einem schönen Plätzchen, als dir lieb ist.

Die Plätze in den Städten sind empfehlenswert, wenn Reparaturen anstehen. Meistens sind die Besitzer hilfsbereit und kennen auch die ein oder andere Werkstatt die sie empfehlen können.

Das musst du bereit sein zu zahlen. In Ulaanbaatar musst du dich an ein europäisches Campingplatz-Preisniveau gewöhnen. Auch bei Reparaturen kann es schnell mal teuer werden.

Informiere dich zuerst über die Kosten und schau genau wie die Mechaniker an deinem Auto schrauben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Arbeit manchmal mehr schlecht als recht durchgeführt wird.

 

Was kostet die Mongolei mit dem Wohnmobil überhaupt?

 

Viel fahren, bedeutet viel Sprit und der ist teuer in der Mongolei. Die Lebenshaltungskosten sind auf russischem Niveau. Somit ist die Mongolei ein wenig teurer als Zentralasien.

Besonders Gemüse und Käse sind in der Mongolei teuer und schwer zu bekommen. Aber nicht unmöglich und auch eine gute Abwechslung.

 

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Fazit zu der Mongolei mit dem Wohnmobil

 

Die Mongolei ist groß und weit. Das ist schön und beeindruckend auf der einen Seite. Auf der anderen Seite bedeutet es auch viele Stunden hinter dem Steuer bei sehr schlechten Pisten und nur langsamen Vorankommen.

Das ist nervig. Auch leidet dein Wohnmobil bei so viel Piste und das kann schnell teuer werden. Uns hat es trotzdem gefallen, da du halt einfach das erlebst, was man sich unter freiem Stehen vorstellt.

Du siehst kein Menschen oder kein Haus, soweit dein Auge sehen kann. Das findest du auf dieser Welt, glaube ich, nicht mehr oft. Und auch die Mongolei arbeitet daran dies zu ändern.

 
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